Sorgen der Ortslandwirte ernst nehmen!

Pressemitteilung: Zukunft der Landwirtschaft in Echzell sichern

Die Landwirtschaft in Echzell steht vor großen Herausforderungen. Dies wurde bei einem kürzlich stattgefundenen Austausch zwischen den Ortslandwirten und der Bürgermeisterkandidatin Christa Degkwitz von Bündnis 90/Die Grünen deutlich. In einem offenen und konstruktiven Gespräch schilderten die Landwirte eindrücklich die Vielzahl von Problemen, mit denen sie konfrontiert sind, und machten deutlich, dass ihre Zukunft in der Gemeinde auf dem Spiel steht.

Ein zentrales Thema war die Erhöhung der Grundsteuer A, die von den Landwirten mit großer Sorge betrachtet wird. Diese Erhöhung führe nicht nur zu höheren Pachtpreisen, sondern treibe auch die ohnehin gestiegenen Kosten für Versicherungen und Mindestlöhne weiter in die Höhe. Hinzu kämen zahlreiche bürokratische Auflagen wie die Düngeverordnung und Einschränkungen in sogenannten „roten Gebieten“, die den Handlungsspielraum der Landwirte erheblich einschränken. „Die Landwirte haben das Gefühl, dass Entscheidungen oft fernab der realen Bedingungen vor Ort getroffen werden. Die Praxis ist jedoch von vielen Faktoren wie Wetter und Bodensituation abhängig, die sich nicht einfach in pauschale Vorschriften pressen lassen“, erklärt Christa Degkwitz.

Besonders problematisch ist auch das aktuelle Pestizidverbot auf Gemeindeflächen. Derzeit sind keinerlei Pflanzenschutzmittel erlaubt. Dies mache die Bewirtschaftung vieler Flächen nahezu unmöglich. Degkwitz betont: „Wir sprechen hier nicht von der Rückkehr zu umweltschädlichen Praktiken, sondern von der Möglichkeit, mit nachhaltigen Methoden gegen Schädlingsbefall vorzugehen, um Ernteausfälle zu vermeiden.“

Darüber hinaus belasten gesperrte Wege und Brücken, insbesondere die Brücke zwischen Bisses und Echzell, den landwirtschaftlichen Verkehr erheblich. Die Infrastruktur sei vielerorts unzureichend, was den Transport von Maschinen und Erntegütern erschwere. Auch die zunehmende Verbreitung von Bibern führe zu Problemen, da verstopfte Drainagen zu Vernässungen von Acker- und Wiesenflächen führen.

Ein weiteres Thema war die wirtschaftliche Unsicherheit der Landwirte. Sie können ihre Preise nicht selbst bestimmen, sondern sind von schwankenden Marktbedingungen abhängig, während gleichzeitig die Betriebskosten steigen. „Diese Situation ist für viele Betriebe existenzbedrohend“, fasst Degkwitz zusammen.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sieht Christa Degkwitz dringenden Handlungsbedarf. Sie schlägt vor, die Verhandlungen mit der Bahn zur Sicherung des Bahnübergangs in Bisses fortzusetzen und Fördergelder für die Brückensanierung zu beschaffen. Darüber hinaus sollte die Auflage zum Pestizideinsatz auf Gemeindeflächen überprüft und angepasst werden, um den Einsatz nachhaltiger Alternativen zu ermöglichen. Eine Härtefallprüfung im Zusammenhang mit der Grundsteuer A könnte zusätzliche Belastungen für Landwirte abmildern. „Ein kontinuierlicher Dialog zwischen Landwirten, Verwaltung und Politik ist unerlässlich. Wir planen daher, ein jährliches Treffen zwischen Ortslandwirten, Verwaltungsvertretern und dem Bürgermeister zu etablieren, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln und umzusetzen“, so Degkwitz abschließend.

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